Bacheraufmachergross

Mit der ArenaMat von Bacher Products haben wir eine Paddock-Platte in unseren großen Vergleichstest mit bisher zehn verschiedenen Paddock-Platten aufgenommen, die sich von allen anderen Kandidaten durch ihre Bauweise unterscheidet, denn die ArenaMat kommt ohne Verbindungselemente aus. Wir waren neugierig, ob das überhaupt funktionieren kann. Und – so viel können wir schon sagen – die ArenaMat hat uns sehr überrascht …

Da alle fünf neuen Testmodelle in unserem Test-Update erst seit rund sechs Monaten im Einsatz sind, können wir an dieser Stelle noch kein abschließendes Urteil über die Qualitäten fällen. Aber erste Tendenzen lassen sich auch nach der Hälfte des Testzeitraums schon erkennen.
 

Ein paar Fakten

Wer die ArenaMat zum ersten Mal sieht, wird deren Größe und Gewicht bemerken. Gefertigt werden sie nachhaltig aus überschüssigem Kunstledermaterial aus der Autoindustrie, dessen Umweltverträglichkeit durch das Institut für Bioanalytik, Umwelttoxikologie und Biotechnologie bestätigt wird.
Bacher Products lobt die optimalen Wassereigenschaften der Platten. Aufgrund der Konstruktion soll zum einen die Feuchtigkeit in der Tretschicht konstant gehalten werden, um die Staubbildung so minimal wie möglich zu halten und zum anderen soll die Konstruktion für eine gute Drainage sorgen, damit Wasser in den Untergrund gelangen kann.

 

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Sowohl die Ober- als auch die Unterseite der ArenaMat weist eine stark strukturierte Oberfläche auf. Das ist rutschhemmend, sorgt für besseren Halt im Boden und soll die Drainagefähigkeiten steigern.

Die ArenaMat ist mit 1,25 x 0,8 m genau einen Quadratmeter groß und wiegt etwa 19 Kilo pro Stück. Die Struktur der 4 cm hohen Platten soll für den nötigen Halt im Untergrund sorgen.
Die gesamte Konstruktion erscheint – vor allem bei sommerlichen Temperaturen - relativ weich und wirkt fast schon elastisch. Dadurch passen sie sich in einem gewissen Rahmen gut an den Untergrund an. Das ist z.B. perfekt für Stellen, wo die Befestigung über Böschungskanten verlegt werden muss, da die Platten hier gut dem Verlauf der Bodenoberfläche folgen.        .
Die Platten werden einfach auf den Boden gelegt, am besten auf eine Sand- oder Kiesschicht, damit sie optimalen Halt finden und Wasser gut nach unten abfließen kann. Untereinander haben sie keine Verbindung. Durch ihre spezielle Bauweise mit Noppen, ihr Eigengewicht und die Verfüllung mit Sand sollen sie dennoch ausreichend sicher an ihrem Platz liegen bleiben.
Wir haben für einen Härtetest zusätzlich eine Testfläche direkt in den leichten Matsch – ganz ohne Sand oder Kies – gelegt, um zu schauen, was dort mit den Platten geschieht.
 

Auf den Boden

Für ein perfektes Ergebnis empfiehlt der Hersteller, die Platten bei tragfähigem und sandigen Boden direkt ohne Unterbau zu verlegen oder bei einem gewachsenen Boden, der ausreichend tragfähig und begradigt sein sollte, eine ca. 5 bis 7 cm hohe Sand- oder Kiesschicht aufzubringen. Ist der Boden nicht ausreichend tragfähig, wird ein Unterbau erforderlich.
 Sinnvoll ist es, ein leichtes Gefälle einzuplanen, damit es nicht zu Stauwasseransammlungen kommt. Die Platten werden einfach Kante an Kante zur nächsten Platte gelegt, ohne dass eine Verzahnung erfolgt. Am besten lässt man zwischen den Platten einen Spalt von 1 bis 2 cm als Dehnungsfuge. Insgesamt geht das Verlegen extrem schnell und einfach.

 

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Die Platten werden einfach in eine Sandschicht gelegt. Der Boden sollte möglichst begradigt sein, aber dank ihrer Elastizität passen sich die ArenaMats im gewissen Rahmen auch gut an Unebenheiten an.


Sobald alle Platten am gewünschten Platz liegen, sollte man diese mindestens bis zur Noppenoberkannte mit Sand verfüllen. Wer eine Tretschicht aufbauen möchte, bringt entsprechend mehr Sand auf die Platten auf. Da die Platten mit ihrer Noppenstruktur jedoch angenehm rutschhemmend sind, reicht es hier absolut aus, nur bis zur Oberkannte der Noppen mit Sand zu verfüllen. Auch die Elastizität der Platten bringt eine gewisse Eigendämmung mit sich – würde aber natürlich keine vollständige Sandtretschicht ersetzen.
 

Preis und erster Eindruck

Wir waren bei der ArenaMat besonders neugierig, wie sie sich schlagen würde, denn aufgrund ihrer Bauweise sticht sie deutlich aus dem restlichen Testumfeld heraus. Bisher hat uns diese Lösung mehr als positiv überrascht, denn die Platten bleiben tatsächlich bombenfest an ihrem Platz liegen. Ganz gleich, ob Pferde darauf Drehbewegungen machen, man mit dem Schlepper im Stand darauf lenkt oder sie anderes belastet, sie halten sehr gut und sicher zusammen. Keine Ecke oder Kante hat sich nach oben oder unten verschoben, was aufgrund der fehlenden Verzahnung durchaus eine Befürchtung im Vorfeld war. Auch die Testfläche, die direkt auf den Boden verlegt wurde, hält beeindruckend gut allen Belastungen stand.

 

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Die Platten werden zum Schluss einfach mit Sand verfüllt. Man kann den Sand auch etwas höher aufbringen, um eine Tretschischt aufzubauen.


Aber vielleicht zeigt sich hier auch die lange Erfahrung von Bacher Products, denn schließlich wurde die ArenaMat bis vor einiger Zeit auch von der Firma HIT für deren Aktivställe verwendet.
Rutschen ist dank der Noppen überhaupt kein Thema und trotzdem lassen sich damit befestigte Flächen gut und einfach abmisten. Einzig den Drainage- und Antistaub-Effekt konnten wir nicht wirklich feststellen. Die Staubentwicklung im Sommer war – zumindest nach optischem Eindruck – genauso hoch, wie bei den anderen Testmodellen, die direkt neben der ArenaMat verlegt sind. Und das Wasser versickert bei den Platten auch nicht deutlich schneller im Vergleich zu den anderen Testteilnehmern. Aber – um es noch einmal deutlich zu sagen – die Platten tun bisher ihre Job und das sehr gut.
Aufgrund der fehlenden Verzahnung können die Platten einfach wieder ausgebaut und erneut verwendet werden. In richtig tiefen Matsch sollte man die Platte aber dennoch nicht legen, denn hier dürfte sich aufgrund des fehlenden Verbundes keine ausreichend geschlossene Fläche bilden.

Preislich sind die Platten sehr attraktiv und kosten pro Quadratmeter (bei Abnahme von 100 qm) 11,80 Euro netto (14,04 EUR brutto). Für den Versand kommen noch gemittelt gut 1,50 EUR brutto pro QM dazu, sodass sich ein Gesamtpreis von ca. 15,50 EUR brutto pro QM ergibt. Das ist die derzeit günstigste mehrfach verwendbare Platte in unserem Test und wir sind sehr gespannt, wie sie sich in den kommenden Monaten weiter verhalten wird.
Bis jetzt ist der Eindruck auf jeden Fall sehr gut und wer seine Matschflächen erst ab dem Frühjahr, wenn der Boden wieder trockener wird, verlegen kann, sollte auf jeden Fall schon jetzt einen Blick auf die ArenaMat werfen.

Weitere Infos unter www.bacherproducts.de/produkte/arenamat-reitplatz-matten/

 

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